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  • Monika Rüegger

Transgender-Gaga

Am Freitag, 18. Dezember 2020 fand im Nationalrat die Schlussabstimmung statt. SP, Grüne und GLP setzten sich, leider mit Schützenhilfe aus FDP- und CVP-Kreisen, durch. Das für mich schockierende Ergebnis: Wenn sie sich geschlechtsbezogen in ihrer Haut nicht (mehr) wohlfühlen, dürfen Kinder/Jugendliche ab 16 Jahren ihren Vornahmen ändern. Mehr noch: auch ihr Geschlecht. Und zwar ohne Zustimmung der Eltern. Ohne vorhergehende Abklärungen bei einem Arzt oder Psychiater. Der Geschlechtswechsel findet nota bene statt ohne Operation. Transgender heisst: Eine männliche Person fühlt sich als Frau, eine weibliche als Mann - das genügt für den "Wechsel". Am Morgen Anna, am Nachmittag Ruedi. Ein simpler Besuch auf der Einwohnerkontrolle macht diese Änderung möglich und formalisiert sie.


Transgender-Gaga total. Anstatt Jugendliche bei Unsicherheit und Gefühlsschwankungen um- und weitsichtig zu beraten, anstatt ihnen im Gespräch aus Sicht eines Erwachsenen mögliche, vor allem negative, Konsequenzen aufzuzeigen, überlässt man sie sich selber. Und lässt sie Entscheide von grosser Tragweite fällen - unter Ausschluss der Eltern. Diese Verantwortungslosigkeit einer "modernen" Mehrheit des Nationalrates im Umgang mit dem Thema Transgender macht sprachlos.


Damit ich nicht falsch verstanden werde. Was erwachsene, mündige Menschen nach viel Leid, reiflicher Überlegung und mit einer gewissen Lebenserfahrung, womöglich nach vielen Gesprächen mit Fachleuten und noch mehr Eigenreflexion mit ihrem Körper machen oder wie sie sich sehen wollen, das ist deren Entscheid. Aber Kinder/Jugendlichen ab 16 Jahren dieselbe Entscheidungsmacht einfach so zu übertragen, entbehrt jedes gesunden Menschenverstandes. Wir leben in eigenartigen Zeiten.




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