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  • Monika Rüegger

Maturitätsprüfungen 2020: ja oder nein?

Die EDK (Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren) überlässt es den Kantonen zu entscheiden, ob sie im Coronajahr 2020 Maturitätsprüfungen durchführen wollen oder nicht.

Persönlich bin ich der Meinung, dass es zentral ist, Maturaprüfungen durchzuführen. Für die jungen Studentinnen und Studenten ist das Reifezeugnis wohlverdienter Abschluss vieler Jahre in der Schule, Lohn für aufwendiges Lernen und das intensive Vorbereiten auf manche Prüfung. Nicht selten verbunden mit Bauchweh; sei es, weil man die Materie nicht genügend versteht oder - allzu menschlich - dann und wann zu wenig gelernt hat.

Matura/Maturus zu werden ohne der Belastung von Maturaprüfungen ausgesetzt zu sein, das mag aus Sicht der jungen Menschen verlockend sein. Ich bin überzeugt: Zehn Jahre später werden sie anders darüber denken. Sie wären froh, die Reife durch bestandene Prüfungen erlangt zu haben. Zudem gibt es viele Junge (nicht selten gute Schüler), die ihr Wissen sehr gerne messen lassen würden und eine geschenkte Matura nicht als verdiente Matura akzeptieren könnten. Man sollte auch an sie denken.

Wäre die Matura 2020 eine geschenkte, könnte der folgende Tweet (kürzlich entdeckt) über ein mögliches Anstellungsgespräch in ein paar Jahren durchaus zutreffen – willkommen in der realen Arbeitswelt:

Arbeitgeber: «Wann haben Sie die Matura gemacht?» Bewerber: «2020.» Arbeitgeber: «Ok, wir melden uns.»

In diesem Sinne: Ein überzeugtes Ja zu Maturitätsprüfungen 2020. Den jungen Menschen soll ein «sauberer» Start ins weitere Studien- oder Berufsleben ermöglicht werden.




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